Presse
PNN 11.04.2011
Als schöne Entdeckung entpuppte sich das Oboenkonzert von Bohuslav Martinu, welches dank der Solistin Ulrike Fabienke zu einem Ohrenschmaus wurde. Mit den aparten, unkonventionellen Sätzen und der sprudelnden Klangfülle des Soloinstruments ist diesem Werk ein Platz im Olymp der Solokonzert-Literatur sicher. Nicht allein der zweite Satz, der jede Süßlichkeit mied, zog mit elegischen Cello-Passagen und einsam klagender Oboe, nur vom Klavier begleitet, den Hörer in den Bann. Nur die rhythmischen Strudel und böhmischen Tanzmotive des dritten Satzes, die raffiniert gegen- und übereinander gesetzt waren, konnten die virtuose Brillanz noch steigern. Babette Kaiserkern
Potsdamer Schlössernacht 2010
PNN berichtet am 23.8.2010 über die Schlössernacht in Sanssouci
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Im nächtlichen Park im Grase liegen und Musik hören, das ist vielleicht der nächste Wunsch nach der Bücherschau. Der Freundschaftstempel bietet sich an.
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Dort angekommen, erwartet ihn ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus. Hier sitzt nicht nur die fabrikneu wirkende Marmor-Statue der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, sondern auch zwei Musikerinnen in historischen Gewändern: Ulrike Fabienke mit der Oboe und Helgrid Pippig am Cembalo. Die Zuhörer vor dem angestrahlten Tempel genießen das schöne Spiel, strecken sich wohlig auf mitgebrachten Decken aus oder ruhen in ihren Klappstühlen.
Günter Schenke
DAS GROSSE LALULA - Morgenstern mit "La Fabella"
Märkische Allgemeine, Potsdamer Stadtkurier, 01.02.2010
Von Matthias Müller
"Den Galgen voller Lieder" war der Titel des Programms, mit dem das Duo "La Fabella" am Freitagabend in der Urania gastierte. Ulrike Fabienke, Oboistin, Sängerin und Schauspielerin, sowie Helgrid Pippig, Klavierpädagogin an der Städtischen Musikschule, präsentierten "Galgenlieder" von Christian Morgenstern (1871-1914) und dazu Erläuterungen und instrumentale Sätze aus der Entstehungszeit dieser Dichtung. Als Requisite stand auch ein Galgenmodell hinter dem Klavier. Am Strick baumelte ein Schild mit der Aufschrift "Lieder".
Zur Einstimmung spielte das Duo erst einmal eine Fantasia pastorale von Eugène Bozza. Auf den Kern der grotesken, sprachkritischen Verzerrungen in Morgensterns "Galgenliedern" kam Helgrid Pippig gleich im ersten Text "Wie die Galgenlieder entstanden". Die acht lustigen Könige bringen darin ihr Anliegen auf den Punkt: "Die Welt ist ohne Salz; lasst uns nach Salz gehen".
Die folgende Anhäufung von Texten, Gedichten und Liedern zeigte Morgenstern als einen der wichtigsten Vorläufer der modernen Poesie. In den Gedichten "Galgenberg", "Der Werwolf", "Nach Norden-West östlich", "Das Weiblein mit der Kunkel" oder "DAS GROSSE LALULA" bewies Ulrike Fabienke ihr enormes schauspielerisches Talent. Fast konnte die eigentliche Profession, das Oboenspiel, in Vergessenheit geraten, wenn man die junge Frau bei der Interpretation des Kunstliedes hörte. Morgensterns Zeitgenosse, der deutsche Komponist Paul Graener (1872-1944), verlieh den Morgensterngedichten das passende musikalische Gewand. Die Interpretation von "Zwölf-Elf", "Mondschaf", "Das Huhn" und des abschließenden "Gebet" durch Ulrike Fabienke hätte jeder Solosängerin zur Ehre gereicht.
Es war eine ganz erbauliche musikalisch-literarische Soirée vor leider nur wenig Publikum. Lag es am Wetter oder an fehlender Werbung, es ist schwer zu sagen, doch diese Art Programm ist für den "bürgerlichen Salon" wie geschaffen, der in der Urania durchaus seinen angemessenen Platz hat.
Musikalische Roth-Lesung in Urania / MAZ 23.11.2009
POTSDAM / INNENSTADT - Selten sind Gedichte so zeitlos wie die Verse von Eugen Roth. Seine "Ein Mensch"- Zyklen sind heute noch genau so köstlich anzuhören wie vor siebzig Jahren, als sie ein Verleger in sein Programm aufgenommen hatte. Am Freitagabend überzeugten sich die Zuhörer in der Urania erneut von der Aktualität und dem köstlichen Humor der Verse des deutschen Dichters, der beinahe ein Münchener Lokaljournalist geblieben wäre, hätte er nicht den feinen Spürsinn für das ach so Menschliche bewiesen. "Ein Mensch begegnet einem Zweiten?", Eugen Roth?sche Leckerbissen, serviert auf musikalischem Tablett, versprachen Ulrike Fabienke (Oboe) und Helgrid Pippig (Klavier) als das Duo La Fabella. Fabienke rezitierte dazu Menschliches in höchst vergnüglicher Form, etwa von den guten Bekannten, die sich doch nicht kennen, oder Theaterkarten, die keiner haben will. Auch weniger Bekanntes erfreute ? und war nicht minder aktuell: so die escheiterte Entrümplung eines Bücherregals oder der vergebliche Versuch, Besorgungen zu machen. Da heißt es "Komme gleich wieder" und "Vor fünf Minuten weggegangen", das Wartezimmer aber ist voll ? wer kennt das nicht.
Es hat sich seit Roths Zeiten also nicht viel geändert. Und auch vor dem Zahnarzt fürchten wir uns noch ? verspricht der Sessel auch noch so viel Bequemlichkeit. Helgrid Pippig ergänzte die Lesung mit Anekdoten über Roths Sohn Thomas und aufdringliche Verkäufer. Das musikalische Tablett erwies sich als stilistisch abwechslungsreich an Köstlichkeiten, mal als Soli für Klavier oder Oboe, meist jedoch im Duett. Die begeisterten Zuhörer entließen das Duo La Fabella nicht ohne Zugabe aus ihrer Pflicht. spy
Im Garten vorgelesen am 23.6.2009
"... Währenddessen erfreut sich das Auge an einem Arrangement aus Rohrkolben, Wasserdost, Flamingobaum, auch "Harlekinweide" genannt, Gelbfelberich und Riesenschachtelhalm. Über weichem Rasenteppich geht es zur Wohnhausterrasse, wo Ulrike Fabienke (Oboe), Christiane Moser (Blockflöte) und Helgrid Pippig (Cembalo) mit feinfühliger Hingabe diverse barocke Triosonaten spielen. Dazu singen Amseln ein fröhlich Lied. Man hört diesem wie jenem zu, lustwandelt, plaudert und genießt." Peter Buske
Neuer Garten, MAZ 11.3.2009
Ulrike Fabienke, Oboe, und Helgrid Pippig am Cembalo sind alsDuo "La Fabella" für musikalisch-literarische Abende eine gern gehörte Besetzung. Im Malteser Treffpunkt Freizeit widmeten sie am Wochenende einen Abend den komponierenden Schwestern Friedrichs II. Königliche Vertraute schon aus Kindertagen war Wilhelmine von Bayreuth (1709-1758), hinzu kam später die jüngste Tochter des Soldatenkönigs, Anna-Amalie von Preußen (1723-1787). Beide Schwestern waren mit eigenen Kompositionen vertreten, die einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen boten. Das Ambiente war im großen Theatersaal ganz ungezwungen. Die Zuhörer saßen an Tischen mit weißen Decken, hatten Knabbergebäck oder ein Getränk vor sich. Die beiden Aktricen saßen am gedeckten Teetisch und plauderten in der Rolle von Kammerzofen über ihre Herrschaften, lasen aus Briefen, gaben allerlei historisch Gesichertes zum Besten und spielten zwischendrein aus Werken der Schwestern, aus Flötensonaten des "Alten Fritz", daneben aber auch Musik von Zeitgenossen wie Johann Sebastian Bach oder Georg Philipp Telemann und dem Hofkomponisten Franz Benda. Wohltönend klang die Oboe von Ulrike Fabienke, sicher begleitete Helgrid Pippig auf dem Cembalo, und Sätze wie aus der Sonate a-Moll "Affettuoso und Presto" von Wilhelmine, das "Arioso" aus der h-Moll Sonate von Friedrich II. von Preußen oder zwei Sätze aus der F-Dur Sonate von Anna Amalie passten nicht nur ideal zum gelesenen Text, sondern zeugten auch von der hohen musikalischen Qualität der Hohenzollern Sprösslinge. Ein vergnüglicher und lehrreicher Abend, dem viel Beifall zukam. mm
Freundliche Atmosphäre
Ulrike Fabienke und Helgrid Pippig im Bethlehemkirchsaal
Weniger als Konzert, dafür als "Schöne Musikstunde, die wir uns gönnen" bezeichnete Pastorin Gisela Opitz das Musizieren von Ulrike Fabienke (Oboe) und Helgrid Pippig (Cembalo) in der Reihe der Hauskonzerte im Saal der Bethlehemgemeinde in der Babelsberger Schulstraße.
Und die vielen treuen Gäste, die sich auch am Sonntag Nachmittag auf den Weg gemacht hatten, sahen das offensichtlich ebenso und schienen das Fehlen gedruckter Programme schon deshalb nicht als Beeinträchtigung zu empfinden, weil Frau Pippig in gewandter, freundlicher Art, wie es erfahrenen Lehrerinnen (an der Musikschule "J.S.Bach") eigen sein sollte, durchs Programm führte. Sie gab kurze Hinweise, die nicht ablenkten, erklärte sogar ihr prachtvolles eigenes Cembalo, den Nachbau eines alten, französischen Instruments, den Unwissenden unter den Hörern, indem sie es anspielte - eindrucksvoll, nachhörbar und dabei eine freundliche, offene Atmosphäre herstellend, die von vornherein für die beiden Musikerinnen einnahm.
Doch dies war - nach der Begrüßung - nicht der Anfang. Den übernahm die Oboistin mit einer der Fantasien von Georg Philipp Telemann, die ursprünglich für Querflöte solo komponiert wurde, aber auch von der Oboe geblasen werden kann, und der man gerne zuhört, wenn sie so verständig und trotzdem so musikalisch geblasen wird, wie das Ulrike Fabienke vorführte.
Dieser ungewöhnliche Beginn diente der Vorstellung auch dieses Instruments, dessen Höhen und Tiefen, seine Farben und dynamischen Möglichkeiten auf diese Weise tatsächlich besonders gut zu entdecken waren. In schöner Abwechslung folgten nun Werke für Cembalo solo und in Verbindung mit der Oboe, etwa von Jean Philippe Rameau aus der Zeit Ludwigs des XIV., König von Frankreich, und zwei kleine Programm-Musiken von Francois Couperin le Grand, der bereits vor Rameau am Hofe Ludwig XIV. Musiker war. Dann folgten von dem spanischen Padre Antonio Soler eine technisch interessante mehrgliedrige Sonate, die Helgrid Pippig unbefangen und das Cembalo in allen seinen Möglichkeiten darstellend, interpretierte. Manualwechsel, Lautenzug und der Wechsel in die höhere Oktave konnte man deutlich heraushören, nachdem man darauf hingewiesen worden war.
Ulrike Fabienke blies ihrer beider Lieblingswerk, das berühmte und sehr bekannte Oboenkonzert des Italieners Alessandro Marcello, dessen erste beiden Sätze sie warmherzig und mit groß angelegten Atembögen kantabel und facettenreich blies, während die schnellen Folgen den Ton direkter und gerader werden ließen.
Mit der Einführungssinfonie einer Kirchenkantate - gemeint war die Sinfonia der Kantate 156 von Johann Sebastian Bach - in der der Oboe eine führende Stimme zugedacht ist, beschloss das Duo sein Spiel, das für viele Hörer getrost länger gedauert haben dürfte, so dass beide nach dem vielen Beifall als Trost die entzückende Miniatur "Der kleine weiße Esel" von Jacques Ibert zugaben, mit viel Humor und Realitätssinn geblasen und am Cembalo humorvoll drastisch unterstützt.
(PNN)
"Die Oboistin Ulrike Fabienke bot eine wahrhaft beachtliche Interpretation der spätimpressionistischen "Fantasie pastorale" des Nizzaners Eugene Bozza. Vom Pianisten sensibel begleitet, meisterte Fabienke die virtuosen Windungen der an arabische Skalen erinnernden Tonkaskaden mühelos und phrasierte auch lyrische Teile einfühlsam und logisch. Eine Entdeckung!"(MAZ)
"Solistische Wonnen verbreitete anschließend Ulrike Fabienke in Vivaldis bekanntem Oboenkonzert d-Moll RV 454, die mit virtuosem Ton in den schnellen Ecksätzen brillierte, das Largo klangschön und kantabel aussang." (PNN)
"...und Helgrid Pippig über den Tasten des doppelmanualigen Cembalos einfühlsam ein einzigartig zartes und vehement bewegendes Konzert gaben. Die zahlreichen Versammelten dankten nach etlichen Zugaben herzlich." (MAZ)
"Sehr geehrte Frau Pippig,
ganz herzlichen Dank für die vorzügliche musikalische Würze unserer leiblichen Genüsse. So hatte unser Potsdamer Abschlussabend ein ganz anderes Flair als in den vergangenen Jahren. Danke im Namen aller Gäste!"
Hannelore Teutemacher (musikalische Umrahmung einer Konferenz in Potsdam)
"...Im Oboenkonzert in d-Moll von Antonio Vivaldi gab Solistin Ulrike Fabienke eine Kostprobe von virtuosem Oboenspiel..." MAZ
"Die professionell klangvoll und leidenschaftlich geblasene "Fantasie pastorale" für Oboe und Klavier von Eugene Bozza durch Ulrike Fabienke..." PNN